Normalerweise zähle ich mich auch eher zu den Menschen, die lieber kürzere Berichte lesen. Aber ich denke und hoffe, dass ein „etwas“ längerer, erster Post in Ordnung geht. So als Einführung.
Wie alles begann:
Wie die meisten ja wissen, habe ich im Mai letzen Jahres Abi gemacht und seit dem eine sehr, sagen wir, „zweiseitige“ Phase in meinem Leben gehabt.
Zweiseitig deshalb, weil ich seit dem Abitur, bis auf 3 Wochen Praktikum auf der Kinderstation im Reutlinger Krankenhaus und Babysitting hier und da nicht mehr „beschäftigt“ war.
Tja, die eine Seite war die, dass ich diese Zeit als sehr gemütlich und entspannend empfunden habe.
Die andere, dass ich immer wieder das Gefühl hatte mir fällt die Decke auf den Kopf.
Nun gibt es dagegen ein ganz einfaches Mittel: Arbeit!
Naja, um es kurz zu machen: Ich musste feststellen, dass in meiner Persönlichkeit die Eigenschaft der „Entscheidungsfreudigkeit“, wie ich es jetzt mal nennen möchte, nicht vorhanden ist. Immer dann, wenn ich kurz davor war, etwas in Angriff zu nehmen, habe ich wieder einen Rückzieher gemacht und hatte auch schon eine andere Idee im Kopf. Ich weiß nicht, woran es gelegen hat. Wahrscheinlich eine Mischung aus irgendeiner Angst vor irgendetwas und meiner doch nicht zu wenig vorhandenen Faulheit, zumal es anfing mir zu gefallen in den Tag hineinzuleben.
Kommen wir so langsam mal zur Sache. Schon nach dem Abi habe ich immer davon geträumt, für ein paar Monate ins Ausland zu gehen. Doch auch da erwies sich meine mangelnde „Entscheidungsfreudigkeit“.
Was wahrscheinlich auch die meisten wissen, werde ich dieses Jahr im Oktober meine Aubildung zur Kinderkrankenschwester (eigentlich ja Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin) beginnen. Und die Zeit bis dahin muss ich jetzt noch überbrücken.
Tja und am Sonntag habe ich mich dann durch irgendeine Eingebung auf einer Online-Datenbank für Au Pairs angemeldet. Und: habe mich nach Gastfamilien in Irland umgesehen.
Irland deshalb, weil dort Englisch gesprochen wird, England mir persönlich ein wenig zu „freaky“ war, für Frankreich meine Sprachkenntnisse erst einmal deutlich aufgefrischt werden müssten und mir alles andere zu weit weg ist. Außerdem hat mich Irland irgendwie immer schon gereizt.
Auf dieser Seite kann man als Au Pair Familien, die einen interessieren auf seine sogenannte „Favourites List“ setzen. (Als Familie dann eben umgekehrt). Und da es dort Unmengen an Familien gibt, habe ich diese Möglichkeit natürlich in Anspruch genommen.
Was ich erst später rausgefunden habe, nachdem ich mir die Seite dann noch genauer angesehen hatte: Familien, die ich auf meine Liste setze, bekommen eine Email von der Seite mit eben dieser Information.
Und schon am selben Abend habe ich ebenfalls eine Email erhalten, dass mich 2 dieser Familien auf ihre Liste gesetzt haben. Das war der erste Moment der mich ein wenig aus dem Häuschen getrieben hat.
Und da es an den Familien ist, sich für ein Au Pair zu entscheiden und dieses dann anzuschreiben, hieß es für mich erst einmal warten.
Schon gestern, also Montag, habe ich dann eine persönliche Email von einer dieser Familien bekommen. („Aus-dem-Häuschen-Baromter“ ist deutlich angestiegen!)
Und jetzt das, was die ganze Sache noch viel aufregender und unfassbarer macht:
Diese Familie besteht aus Vater, Mutter, einer 1 ½ jährigen Tochter und einem 2. Kind, das unmittelbar vor seiner Geburt steht. Termin: In 2 Wochen!!
Die Mutter schrieb schon in ihrem Profil auf der Seite, dass die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind per Kaiserschnitt geholt werden wird, sehr groß ist. Da ihr Mann geschäftlich sehr eingespannt ist und ihre kleine Tochter noch nicht selbstständig laufen kann, braucht sie dann eben Hilfe im Haushalt für die Zeit nach der Geburt.
Und ich denke mir nur: Das ist der perfekte Job für mich!
So, und jetzt wisst ihr auch, wie dieser Blog zu seinem Namen gekommen ist. Wenn das jetzt wirklich wahr wird, bin ich in 2 Wochen schon in Irland. Irre!!
Jetzt heißt es ersteinmal richtig Kontakt mit der Familie aufnehmen.
Bin gespannt, wie sich die Sache entwickelt!